Imprägnieren von Natur- und Kunststeinböden

Naturstein IMPRÄGNIEREN oder VERSIEGELN ? 

– das ist „eigentlich“ keine Frage !

Bodenbeläge, Küchenarbeitsplatten, Bäder und Waschtische aus Naturstein gewinnen einen immer höheren Anteil bei Neubau oder Renovierung. Diese Materialien müssen entsprechend gepflegt und geschützt werden. Natursteine besitzen eine natürliche Atmungsfähigkeit und daher je nach Naturstein eine mehr oder weniger starke Saugfähigkeit. Öl, Fett oder Schmutz führt hier sehr häufig zu Fleckenbildungen, die nur relativ aufwändig wieder zu entfernen sind.
Um diesen vorzubeugen und die Natürlichkeit des Steines zu erhalten, sind geeignete Imprägnierungen erhältlich, nicht nur Fleckenbildung verhindern oder wenigstens reduzieren, sondern auch den Pflegeaufwand minimieren. Grundsätzlich muss aber zwischen Imprägnierung und Versiegelungen unterschieden werden.


                                                         

Neu verlegter und aufgearbeiteter Naturstein und Kunststein

sollte vor dem Eindringen von Wasser (hydrophobieren) und Schmutz und dem Eindringen von Ölen und Fetten (oleophobieren) geschützt werden. Die Natürlichkeit des Steines bleibt so langanhaltend bestehen und die Unterhaltsreinigung wird dabei wesentlich erleichtert.

Der Belag muss vor der Einpflege trocken sein. Die Restfeuchte darf maximal 2 - 4 % betragen. Der aufgetragene Schutz vermindert je nach verwendetem Material die erforderliche Diffusionsfähigkeit des Steines. Wird die Austrocknung nicht abgewartet sind Bauschäden die Folge.

                                  

Nicht nur oberflächliche, sondern porentiefe Reinigung ist erforderlich um einen wirkungsvollen Schutz, aber auch ein ansprechendes Erscheinungsbild zu erreichen. Der Reiniger muss auf den Stein abgestimmt sein. Schäden durch falsche Reiniger können ebenso wie Schmutz, Flecken oder Materialfehler nicht durch die Einpflege kaschiert werden - auch nicht mit Farbtonvertiefer !

Auch Anwendungsfehler sind häufige Ursache für Flecken, Streifen, Schlieren oder eine klebrige Schicht nach der Fertigstellung.

Imprägnierungen, Siegel oder Kristallisation schützen nicht vor Säurefraß bei Marmor oder Kalkstein. Oberflächliche Mineralumwandlungen, durch z.B. Badchemikalien, kann man nicht verhindern.

Die zur laufenden Unterhaltsreinigung verwendeten Reinigungs- und Pflegemittel müssen auf die vorangegangene Schutzbehandlung abgestimmt sein. Die meisten Imprägnierungen und Versiegelungen lassen sich auch chemisch wieder entfernen. Dazu reicht oft schon die Verwendung eines falschen Reinigers.


Der kleine aber feine Unterschied...

Imprägnierungen bilden keinerlei Schichten - sie dringen in den Stein ein und reagieren im Kapillarsystem des Steines. Sie erhalten die natürliche Dampfdiffusionsfähigkeit und verhindern ein schnelles Eindringen von fleckenbildenden Substanzen. Gegen Säuren bieten Imprägnierungen keinen bzw. nur sehr geringen Schutz. 

Versiegelungen bilden Schichten (glänzend oder matt) und dürfen nur auf ganz wenige Belägen bzw. Einsatzgebieten verwendet werden, da die Atmungsaktivität des Steines nicht mehr gegeben ist und der Austritt von Feuchtigkeit verhindert wird. Dadurch kann es zu Verfärbungen oder „Anlaufen“ unter der Beschichtung, lösen der Verklebung mit dem Untergrund, im Außenbereich zu Frostschäden und vielen anderen kleinen oder größeren Problemen kommen.
Versiegelungen sind meist nicht hitzebeständig oder kratzfest und daher für Küchenarbeitsplatten auch nicht unbedingt geeignet. 

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